Prüfungen

Prüfung - Ja oder Nein ?

Die Notwendigkeit einer offiziellen Prüfung hängt von der jeweiligen Situation des Hundehalters ab und ist grundsätzlich natürlich kein Muss.

Gründe, die für eine Prüfung sprechen sind:

  • Überprüfung der Ausbildung und damit auch der fachlichen Qualität des Trainers und der Ausbildungsinhalte durch einen unabhängigen Dritten,
  • Offenlegung von etwaigen Defiziten, an denen das Team weiter arbeiten sollte,
  • Möglichkeit das Können des Assistenzhundes zu belegen, zum Beispiel vor dem Arbeitgeber, wenn der Hund seinen Halter zur Arbeit oder ein Kind mit in die Schule begleitet
  • sowie Überprüfung des Teams nach einer bestimmten Zeit ("können noch alle Hilfeleistungen im Alltag adäquat ausgeführt werden").

Dennoch kostet eine Prüfung zusätzlich zur Ausbildung Geld und muss überdies von einem unabhängigen Prüfer abgenommen werden, der das Mensch-Hund-Team nicht ausgebildet hat bzw. kennt, damit die Bewertung der erbrachten Hilfeleistungen in den alltäglichen Situationen auch objektiv nach vorab festgelegten Kriterien erfolgt. Die Prüfungsregularien sollten für das Team transparent sein.

Der Verein Dogs with Jobs e.V. hat sich für die Entwicklung einer solchen Prüfung für Assistenzhunde eingesetzt. Nach dem Ende der Ausbildung zum Diabetes Anzeige Hund kann die Assistenzhunde-Prüfung über den Verein oder auch über eine andere Prüfungsorganisation abgenommen werden.


Prüfungen des Vereins Dogs with Jobs e.V.

Der Verein Dogs with Jobs e.V. für Assistenzhunde und tiergestützte Arbeit, gegründet Anfang 2011, hat eine einheitliche Prüfung für Assistenzhunde entwickelt. Damit werden erstmalig übergreifende Qualitätsstandards geschaffen, unabhängig davon, wo bzw. wer den Hund für seinen täglichen Einsatz mit seinem Menschen ausgebildet hat.

Die Prüfung setzt sich aus drei Teilen zusammen. Der erste Teil ist die Wesensüberprüfung des Hundes. Hier sollen die grundlegenden Eigenschaften des Hundes für seine spätere Aufgabe beurteilt werden, ohne dass die Erziehung für diesen Prüfungsteil eine große Rolle spielt.

Der zweite Teil ist die theoretische Prüfung des Hundeführers, der seine Sachkunde im Umgang mit seinem Hund als Team anhand von Fragen zu verschiedenen Themenbereichen nachweisen soll.

Der letzte und praktische Teil bewertet dann die Zusammenarbeit zwischen Mensch & Hund und die Erfüllung von speziellen, individuell pro Team definierten Hilfeleistungen, die der Hund im Alltag für seinen Menschen übernimmt. Hierunter fallen zum Beispiel das Apportieren (Bringen) bzw. Aufheben von Gegenständen, das Öffnen von Türen sowie zum Beispiel das zuverlässige Warnen in Situationen bevor der Blutzucker zu tief sinkt. Anzeigehunde für Diabetes oder Epilepsie sowie Assistenzhunde für verschiedene Einsatzgebiete (wie die Begleitung von Rollstuhlfahrern) können so ihre erbrachten Hilfeleistungen mit der Prüfung objektiv beurteilen lassen.

Auch Hunde im Einsatz in der tiergestützten Arbeit (z.B. Schulhunde oder Therapiebegleithunde) können sich mit einer zweiten Prüfung, die die Anforderungen dieses Spezialgebietes abdeckt, ihre Qualität und damit auch Kompetenz in der täglichen Arbeit bescheinigen lassen.

Egal ob Sie ihren Hund allein ausgebildet haben oder ein anderer Trainer die Ausbildung übernommen hat, mit den Prüfungen erhalten Sie eine objektive, kompetente Beurteilung über das Können Ihres Assistenzhundes. 

Bei Interesse an den Prüfungen des Vereins, wenden Sie sich gern an Gabi Rosenbaum (Vorsitzende) oder Sina Rademacher (2. Vorsitzende) unter www.dogs-with-jobs.de bzw. info@dogs-with-jobs.de


Arbeitskreis Assistenzhunde Deutschland

Unser Verein Dogs with Jobs hat in den letzten Monaten viel Energie in den Arbeitskreis Assistenzhunde Deutschland, kurz AKAD, gesteckt und vor allem dazu beigetragen, dass die Arbeitsergebnisse finalisiert und der Politik vorgestellt wurden.

Konkrete Arbeitsergebnisse sind die Durchführungsverordnung zur Umsetzung der gesetztlichen Gleichstellung von Assistenz- mit Blindenführhunden.

Unter anderem wurden folgende Teile erarbeitet:

  • Definition der Assistenzhunde
  • Durchführungsempfehlungen Gesundheit
  • Durchführungsempfehlungen Eignungsüberprüfung
  • Voraussetzungen Grundgehorsam und Hilfeleistungen
  • Anforderungen an Theorie, Praxis und regelmäßige Team-Checks
  • Voraussetzungen für prüfende Stellen

Einsicht zur Information und auch Wiederverwendung (mit Quellenangabe) finden Sie hier: www.ak-assistenzhunde.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich gern an Sina Rademacher unter info@dogs-with-jobs.de .


Prüfungsbilanz Dogs with Jobs e.V. - in den Jahren 2013 - 2018

Prüfungsbilanz_2013-2018_0.jpg
Quelle: Dogs with Jobs e.V. - Verein für Assistenzhunde und tiergestützte Arbeit

 

Die nächsten Termine in 2019 für Eignungstests finden statt am:

  • am Mittwoch, 13.03.2019 und am 
  • Mittwoch, 23.10.2019 (beide in Hamburg-Eidelstedt).

Unsere Abschlussprüfungen für Assistenzhunde-Teams finden ab 2019 an zentralen Orten in Hamburg, Bremen und Kiel statt:

  • Hamburg: Freitag, 29. März 2019 – Bereits ausgebucht! (Warteliste möglich)
  • Kiel: Samstag, 22. Juni 2019  – Es sind noch Plätze frei!
  • BremenFreitag, 25. Oktober 2019 – Es sind noch Plätze frei!

Voraussetzungen für die Teilnahme und weitere Informationen finden Sie unter www.dogs-with-jobs.de . Anmeldungen, auch für Hunde anderer Ausbilder, sind ausdrücklich erwünscht.


Erste Abschlussprüfung zum Assistenzhund

Am 14. November 2014 fand in Hamburg die erste Abschlussprüfung zum Assistenzhund statt. Der Verein Dogs with Jobs hat Diabetes Anzeige Hündin Ella und ihr Frauchen Alexandra du Maire geprüft und das Team hat die Prüfung erfolgreich bestanden!

Dabei musste das Team sein Können im Alltag in verschiedenen Situationen beweisen:

  • Hilfeleistungen als Diabetes Anzeige Hund (zu Hause): selbständige Anzeige von Situationen mit Unterzuckerung durch Bellen, Holen der Medibox, Drücken des Notfallknopfes, Öffnen der Haustür sowie verschiedene andere Übungen wie Aufheben von Gegenständen, Überprüfen des Pflegezustandes (Handlingmaßnahmen)
  • Umgang in der Öffentlichkeit (im Einkaufszentrum): Verhalten im Stadtgebiet mit Ablenkungen/ verschiedenen Reizen, Ansprechbarkeit, Leinenführigkeit, Warten vor Geschäften
  • Grundgehorsam im Freilaufgebiet: Verhalten mit anderen Hunden, Abrufbarkeit

Die genauen Prüfungskriterien finden Sie auf der Seite des Vereins Dogs with Jobs e.V.(http://www.dogs-with-jobs.de/pruefungen/).