Diabetes

Diabetes

Bei Menschen mit Diabetes Mellitus Typ 1 hat die Bauchspeicheldrüse die Produktion des Hormons Insulin eingestellt. Durch eine Autoimmunreaktion hat der Körper die Insulin produzierenden Zellen zerstört. Das Hormon Insulin, welches den Blutzuckerspiegel reguliert, muss durch Injektionen (Spritzen) in das Unterhautfettgewebe vor jeder Mahlzeit und unabhängig von der Nahrungsaufnahme zugeführt werden (man spricht von insulinpflichtigem Diabetes).

Neben zu hohen Blutzuckerwerten, die über längere Zeit zu schweren Folgeerkrankungen führen, sind akut besonders zu niedrige Blutzuckerwerte gefährlich. Die Blutzuckerwerte werden regelmäßig mehrmals pro Tag (vor allem morgens und 2-3h nach den Mahlzeiten) mit einem elektronischen Messgerät kontrolliert (ein Blutstropfen wird aus der Fingerkuppe entnommen und auf einen Messstreifen aufgetragen).

In einer Unterzuckerungssituation, hervorgerufen durch z.B. falsche Insulindosierung, sportliche Aktivität, Krankheit, Stress, sinkt der Blutzuckerspiegel und der Diabetiker verliert die Konzentration, motorischen Fähigkeiten und solche Fähigkeiten, Entscheidungen zu treffen (z.B. ich esse etwas damit es mir wieder besser geht). Damit sind die Möglichkeiten zur Selbsthilfe eingeschränkt, besonders wenn die Unterzuckerung unbemerkt bleibt (durch eine gestörte Wahrnehmung bzw. nachts) und die Werte sehr niedrig werden. Dann kann es unter Umständen zu lebensbedrohlichen Situationen wie Bewusstlosigkeit kommen.